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Doppelsieg für BMW - Action am Sonntag

Der Rennsonntag in der Motorsport Arena Oschersleben hatte es einmal mehr in sich. Die actiongeladenen Saisonrennen 17 und 18 der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft sorgten genauso für glänzende Augen bei den gut 42.000 Zuschauern wie die zahlreichen Rahmenserien. Nachdem schon der Samstag mit spektakulärem Motorsport zu überzeugen wusste, erfüllten die Rennen der FIA WTCC alle Erwartungen. Vor allem die erste Kurve sorgte wieder für heftigen Lackaustausch von BMW, SEAT, Chevrolet und Co.

FIA WTCC

Im ersten Rennen der weltweit bedeutendsten Tourenwagenserie gab es dabei einen Sieger, den nach dem gestrigen Qualifying wohl nicht einmal die kühnsten Optimisten auf dem Zettel hatten. Nachdem in der ersten Kurve Lokalmatador Jörg Müller gedreht wurde und einige entgegen der Fahrtrichtung stehend aufhielt, konnte sich still und leise der dreimalige Weltmeister Andy Priaulx im BMW 320si nach vorne mogeln. Seine Aufholjagd nahm dabei kein Ende, so dass er nach 14 Runden als Erster die Ziellinie überquerte. Eine sensationelle Leistung, schließlich war er von Position 15 ins Rennen gegangen.

Der von Pole gestartete Italiener Gabriele Tarquini im SEAT Leon TDI konnte sich hinter Priaulx darauf konzentrieren, seinen zweiten Platz zu halten. Dieser sicherte ihm bereits vor dem zweiten Rennen des Tages die Führung in der Gesamtwertung. Sein Markenkollege Rickard Rydell komplettierte das Podium auf dem dritten Rang. Bester Fahrer der Independents‘ Trophy für privat eingesetzte Fahrzeuge wurde der mit Jubelstürmen unterstützte Niederländer Tom Coronel auf Rang vier.

Ärgerlich endete das Rennen derweil für Jaap van Lagen, der im Lada Priora kurz vor der Ziellinie auf Position fünf liegend abgeschossen wurde. Übeltäter Nicola Larini verhalf mit seinem Chevrolet Cruze damit Privatier Franz Engstler auf die Pole Position für den zweiten Lauf, da der Allgäuer somit noch glücklicher Achter wurde und dank „Reverse-Grid“ für Lauf zwei den Platz an der Sonne bekam. Larini hingegen kassierte für sein rüpelhaftes Verhalten nachträglich eine saftige Strafe. Er wurde im ersten Rennen 30 Sekunden strafversetzt und wird weiterhin bei den nächsten drei Events jeweils um 10 Startplätze nach hinten verdrängt. 

Im zweiten Rennen ruhten die deutschen Hoffnungen dann natürlich vor allem auf Franz Engstler, der beim stehenden Start auch alle Hände voll zu tun hatte, seine Verfolger hinter sich zu halten. Dies gelang ihm anfangs auch sehr gut, allerdings musste er bereits nach einigen Runden Markenkollege Augusto Farfus und dem besten Punktesammler des Wochenendes, Andy Priaulx, Platz machen.

Kurz danach schied er, immer noch in aussichtsreicher Position liegend, mit einer defekten Antriebswelle aus. Der einzige Deutschlandauftritt der FIA WTCC hatte am Ende zwei Gewinner und einen großen Verlierer. Den Sonntag kann Andy Priaulx nach einem miserablen Qualifying als vollen Erfolg verbuchen. „Nach dem schlechtesten Qualifying folgten die besten Rennen. Von 15 auf eins und von acht auf zwei, das hätte ich nach dem gestrigen Tag nicht erwartet“, so der dreimalige Weltmeister. In der Gesamtwertung darf sich Gabriele Tarquini ohne Übertreibung als Sieger des Wochenendes fühlen.

Zu seinem Heimspiel, den Rennen 19 und 20 in Imola, kommt der Leon Turbodiesel-Pilot als Gesamtführender. Großer Verlierer des Wochenendes war der amtierende Meister Yvan Muller, der nicht nur seine Führung an den Markenkollegen abgeben musste, sondern auch noch vom besten BMW-Piloten, Augusto Farfus, in der Gesamtwertung überholt wurde.

FIA Formel 2

Mikhail Aleshin siegte im zwölften Saisonrennen zur neuen FIA Formel 2 und holte sich damit seinen lang ersehnten ersten Saisonerfolg. Tabellenführer Andy Soucek folgte souverän auf Rang zwei und baute durch dieses Wochenende seinen Vorsprung auf 32 Zähler vor dem siegreichen Russen aus. Das Podium vervollständigte der Franzose Julien Jousse, der in der Gesamtwertung nun vier Punkte Rückstand auf Aleshin hat. Bester Deutscher wurde Interwetten-Pilot Tobias Hegewald auf Platz sechs. Die einzige Dame im Feld, die Schweizerin Natacha Gachnang wurde gute zwölfte vor dem zweiten Deutschen im Feld, dem 22-jährigen Jens Höing auf Rang 14. Eine große Schrecksekunde musste hingegen der Österreicher Philipp Eng überstehen, der sich nach einer Kolision in der ersten Runde mehrfach überschlug, seinem Formel-2-Renner allerdings glücklicherweise unbeschadet entsteigen konnte.

Mini Challenge

Der Schwede Daniel Haglöf vom Team Gigamot ist seinem ersten Titelgewinn in der MINI Challenge einen großen Schritt näher gekommen. Nachdem er sich im Samstagsrennen in der Motorsport Arena Oschersleben von Platz acht startend noch auf den wichtigen sechsten Platz vorarbeiten konnte, fuhr er am Sonntag einen ungefährdeten Star-Ziel-Sieg ein. Gut unterwegs war beim Heimspiel des Schubert Motorsport Teams auch der Schwede Fredrik Lestrup, der nach einem zweiten Platz im ersten Rennen am Sonntag einen dritten Platz nachlegte. Umgekehrt machte es Jürgen Schmarl (Fast Forward Team Spicy). Der Österreicher konnte seinen dritten Platz vom Samstag im zweiten Rennen noch steigern und hinter Haglöf auf den zweiten Podestplatz klettern. Der Sieger vom Samstag, Stefan Landmann, konnte hingegen den sechsten Startplatz in Rennen zwei nicht halten und beendete dieses als Siebter.

International Formula Masters

Josef Kral gewann den Sonntagslauf in der International Formula Master und verkürzte damit seinen Rückstand zu seinem Teamkollegen Sergey Afanasiev, der auf Rang zwei liegend nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Tschechen hat. Platz zwei sicherte sich sein JD Motorsport-Teamkollege Vladimir Arabadzhiev (BUL) vor Pal Varhaug (NOR) vom Schweizer Team Jenzer Motorsport. Der frischgebackene Meister und Vortagessieger Fabio Leimer verlor bei einer Kollision seinen Frontflügel und musste sich mit Rang elf zufrieden geben.

Seat Leon Eurocup

Der Niederländer Tim Coronel stand seinem schnellen Zwillingsbruder in der WTCC, Tom Coronel, um nichts nach. Er holte sich den Sonntagssieg im SEAT Leon Eurocup vor seinem Sunred-Teamkollegen, dem Franzosen Michael Rossi. Dritter wurde der Italiener Andrea Larini.

Trofeo Abarth 500

Das Rennen der Trofeo Abarth 500 gewann der Italiener Emanuele Moncini vor dem Franzosen Benoit Perret und dem Tschechen Strahinja Ivosevic.

ADAC Procar

Den Abschluss des actionreichen Rennwochenendes bot das nationale Pendant zur WTCC, die ADAC Procar, die mit 29 Startern gleichzeitig teilnehmerstärkste Serie des Wochenendes war. Im ersten Rennen siegte der Belgier Vincent Radermecker (Chevrolet Lacetti) vor dem Leubnitzer Charlie Geipel (Toyota Auris S2000) und dem Esten Urmas Kitsing (BMW 320si E90). Den Sieg im zweiten Lauf sicherte sich Engstler-Pilot Roland Hertner (BMW 320si E90) vor Kitsing und dem Schweizer Peter Rikli (Honda Accord 2.0).

Stimmen zum Wochenende

„Das Wochenende war rundum eine gelungene Veranstaltung“, freute sich auch Peter Rumpfkeil, Organisationsleiter vom sportlichen Ausrichter ADAC Weser-Ems. „Die Meisterschaften wurden hier nochmals spannender und vor allem gab es keine schweren Unfälle." Thomas Voss, Geschäftsführer der Motorsport Arena Oschersleben fürgte hinzu: "Wir freuen uns also auch 2010 wieder auf eine spektakuläre FIA WTCC, wenn die Tourenwagen zur sechsten Auflage hier in die Magdeburger Börde kommen. Der Termin wird voraussichtlich das Wochenende vom 3. bis 5. September sein.“
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Motorradtraining - KM-Sicherheitstraining
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Motorradtraining - DUCATI Motor Dts. GmbH




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