Ring frei zur Runde drei: Formel ADAC startet in die dritte Saison

Wer folgt Daniel Abt auf den Thron des ADAC Formel Masters?
Nach einem halben Jahr Winterpause springen die Ampeln endlich wieder auf Grün: In der Motorsport Arena Oscherleben (9. bis 11. April) startet das ADAC Formel Masters in seine dritte Saison. Bei der Rekordzahl von 21 Rennen verteilt auf sieben Wochenenden buhlen erfolgshungrige junge Männer aus sechs Nationen und eine schnelle Schweizerin um die Nachfolge von Champion Daniel Abt, der in den ATS Formel-3-Cup aufgestiegen ist. Wer wird Abt beerben? Ein Konkurrent aus dem Vorjahr oder ein Neuling? Erste Anhaltspunkte werden die drei Auftaktrennen in der Magdeburger Börde liefern. "Oschersleben hat es in sich. Wegen des Wechselspiels aus schnellen und eher unübersichtlichen Passagen ist die Strecke insbesondere für Neulinge eine echte Herausforderung", prognostiziert Patrick Schranner (19, Ingolstadt). Der Fünfte des Vorjahres hat sich nach vielversprechenden Testfahrten einiges vorgenommen: "Ich will um den Titel kämpfen." Vorn mitmischen will auch Dominik Baumann vom Team Neuhauser Racing. Der 17-jährige Österreicher ist neben Schranner und dessen beiden KUG-Motorsport-Kollegen Janick Aeschlimann (18, Schweiz) und Maximilian Mayer (18, Ingolstadt) sowie Toni Koitsch (22, Döbeln/KSW-Motorsport) einer von fünf Piloten, die bereits 2009 in der Formel ADAC angetreten sind. Baumanns Teamchef Hannes Neuhauser traut seinem Schützling einiges zu: "Die Vorsaisontests waren gut und ich halte die Top Drei bis Fünf oder sogar mehr in der Gesamtwertung sowie Podiumsränge bei den Rennen für realistisch." Ehrgeizigster Neuling ist William Vermont (18, ma-con Motorsport). Der Formel-erfahrene Wahl-Berliner ist der erste Franzose in der Einsteigerserie. Bei Testfahrten bewies er, dass er sich schnell mit seinem neuen Arbeitsgerät, dem Formel ADAC powered by Volkswagen, zurechtgefunden hat. "Außerdem habe ich mit ma-con den Vizemeister 2009 in der Teamwertung im Rücken. Ich habe also ein Paket, mit dem ich um den Titel kämpfen kann", so Vermont. Mit bescheideneren Ansprüchen geht das für den ADAC Berlin-Brandenburg startende Fahrertrio von Mücke Motorsport in die Saison. Die Kartaufsteiger Clemente Picariello (16, Belgien) und Pascal Wehrlein (15, Worndorf) haben die obere Tabellenhälfte ins Visier genommen. Ähnliche Vorgaben hat sich Andrina Gugger (18, Schweiz) gemacht. "Zumindest einmal möchte ich aber auch aufs Podest fahren", erklärt die einzige Frau im Starterfeld. Ihr Vorteil gegenüber den Teamkollegen: Sie hat zwei Jahre Monoposto-Erfahrung in der Formel Lister gesammelt. Einen guten Eindruck bei Testfahrten hinterließ der Finne Joni Wiman bei seinem Team. Der 15-Jährige startet für Eifelland Racing und ist wie sein Mitstreiter Sven Müller (18, Bingen) ebenfalls ein Kartaufsteiger. Technisch geht die Talentschmiede unverändert in die dritte Saison. Nach wie vor gilt: gleiche Technik, gleiche Chancen für alle. Wie gehabt treten alle Akteure mit dem 145 PS starken Einheitsauto Formel ADAC powered by Volkswagen an. Die Reifen stammen von Dunlop und werden auf Motec-Felgen montiert. "Die Reifen müssen jetzt aber ein Rennen mehr pro Wochenende halten. Darauf muss man seine Fahrweise einstellen", so Schranner. Neu ist der Fernsehpartner kabel eins. Der populäre Privatsender strahlt kurz nach Mitternacht des jeweiligen Rennsonntags (00:15 Uhr) ein Magazin mit den Höhepunkten des ADAC Formel Masters und des ATS Formel-3-Cup aus.
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