ADAC Masters Weekend mit packendem Motorsport trotz widrigen Bedingungen

Bei nass-kalten äußeren Bedingungen fanden am Veranstaltungssonntag des ADAC Masters Weekends insgesamt sechs Rennen statt. Das Highlight, die ADAC GT Masters, wurde dabei wie schon am Samstag von einem Porsche gewonnen. Tim Bergmeister und Rene Rast fuhren im Mühlner-Porsche 911 vor Jens Klingmann und Kuba Giermaziak im Abt Audi R8 zum Sieg. Die turbulente Startphase des Rennens prägten der Trainingsschnellste Thomas Jäger (33, München) in einer Callaway-Corvette und Rene Rast im Porsche. In einem packenden Duell rang Rast den ehemaligen DTM-Fahrer aus München nieder und setzte sich bis zum Fahrerwechsel deutlich vom Verfolgerfeld ab. Bei der Übergabe des Porsche an Teamkollege Bergmeister setzte das Team auf volles Risiko und verzichtete trotz leichten Regens auf den Wechsel auf Regenreifen. Bergmeister spielte bei der Rutschpartie seine Routine aus und siegte mit knapp 30 Sekunden Vorsprung. "Ich fahre gern auf halbtrockener Strecke, die Bedingungen waren heute für mich perfekt", freute sich Rast und Teamkollege Bergmeister ergänzte: "Ich habe entschieden, dass wir keine Reifen wechseln. Das war am Anfang sehr schwierig, hat sich aber ausgezahlt." Von der gleichen Reifentaktik wie die Sieger konnten auch Jens Klingmann und Kuba Giermaziak im Abt-Audi profitieren. Das Abt-Duo kämpfte sich in der Schlussphase bis auf Platz zwei nach vorn. Die Sieger vom Samstag, Sebastian Asch (23, Ammerbuch) und Niclas Kentenich (21, Neuss), komplettierten im a-workx-Porsche 911 als Dritte das Podium.
Eine Achterbahnfahrt erlebte Albert von Thurn und Taxis (26). Nach zwei Drehern von Teamkollege Peter Kox (46) in der Startphase kämpfe sich der Niederländer von hinten wieder ganz nach vorne und übergab den Reiter-Lamborghini an zweiter Position an von Thurn und Taxis. In der Schlussphase musste der Lamborghini-Fahrer allerdings dem Druck der Konkurrenz nachgeben. Hinter Martin Matzke/Andreas Wirth im s-berg-BMW-Alpina und Norman Knop/Roland Rehfeld im Leipert-Ascari beendete der Regensburger das Rennen als guter Sechster.
Über sein bestes Ergebnis im ADAC GT Master durfte sich Skisprung-Olympiasieger Sven Hannawald freuen. In seinem zweiten Rennen für Corvette belegte der Münchner gemeinsam mit Thomas Jäger Rang neun und wurde Zweiter in der Amateurwertung. Gemeinsam mit dem Sieger der Amateurwertung, Callaway-Corvette-Pilot Toni Seiler (52, Schweiz), durfte Hannawald anschließend auf dem Podium jubeln.
Auch im zweiten Rennen des ATS Formel-3-Cups in der Motorsport Arena Oschersleben konnte die Rookie-Truppe der Motopark Academy mit Platz zwei, vier und acht überzeugen. Bereits direkt nach dem Start schob sich der von Platz sechs ins Rennen gegangene Kevin Magnussen - Sieger des ersten Laufes am Samstag - an seinem Teamkollegen Eriksson und zwei weiteren Konkurrenten vorbei, darunter auch Daniel Abt. Dem kontinuierlichen Druck des jüngsten Abt-Sprösslings, der von Platz drei gestartet war, konnte der Däne allerdings die gesamten 22 Runden standhalten, wodurch für den Van Amersfoort-Piloten nur der vierte Rang blieb. Es gewann der Franzose Tom Dillmann vor dem Niederländer Stef Dusseldorp. Allerdings wurde Dillmann nachträglich mit einer 30 Sekunden Strafe belegt, wodurch er auf Rang sieben zurück rutschte. Der zweite Skandinavier im Team, Jimmy Eriksson, nutzte seine gute Performance aus dem zweiten Zeittraining vom Samstag und verwaltete seinen fünften Startplatz bis zur Zielflagge. Auch er profitierte von der Zurücksetzung Dillmanns, wodurch er Vierter wurde.
Patrick Schranner (19, Ingolstadt/KUG Motorsport supported by TNB) und Richie Stanaway (18, Neuseeland/ma-con Motorsport) sind die großen Gewinner des Saisonauftaktes im ADAC Formel Masters. Nach seinem Sieg am Samstag triumphierte Schranner auch im zweiten Sonntagsrennen in der Motorsport Arena Oschersleben. Stanaway eroberte am verregneten Sonntagmorgen den ersten Platz und hat nach zweiten Rängen in den anderen beiden Läufen des Wochenendes ebenso 50 Punkte auf dem Konto wie Tabellenführer Schranner.
In der ADAC Procar hieß der Dominator des Wochenendes Roland Hertner vom Liqui Moly Team Engstler, der im BMW 320si E90 beide Rennen gewinnen konnte.
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