Los!

ADAC Mini Bike Cup ging mit atemberaubenden Duellen in Oschersleben in die Halbzeitpause

Nach nur einem freien Wochenende stand für die Fahrer des ADAC Mini Bike Cup
auf der Kart-Strecke der Motorsport Arena Oschersleben am Samstag bereits die fünfte
Veranstaltung der Saison an. Der ADAC Pocket Bike Cup war ebenso am Start und absolvierte
bereits die vierte von sieben Runden 2016. Die jüngsten Piloten holten zudem ein Rennen nach,
das in Wittgenborn vor drei Wochen aufgrund schlechter Wetterbedingungen nicht durchgeführt
werden konnte.

Freddie Heinrich (11, Lunzenau OT Berthelsdorf) und Tomas Dvorak (13, CZE) entschieden
jeweils ein Rennen der Nachwuchs-Klasse für sich. Dustin Schneider (10, Adorf/Vogtland) holte
die Pole und den Doppelsieg auf dem 1,018 Kilometer langen Kurs in der Einsteiger-Klasse.
Noel Willemsen (10, Mühlheim) auf BLATA und GRC-Pilot Marlon Gregur (8, Radebeul) räumten
die Siege im ADAC Pocket Bike Cup ab.

ADAC Mini Bike Cup Nachwuchs-Klasse: Heinrich baut weiter aus

Nachdem sich Tomas Dvorak (13, CZE) die Pole Position in der Nachwuchs-Kategorie sichern
konnte, lieferte er sich im Rennen einen harten Kampf gegen seinen Landsmann Stepan Zuda
(10, CZE) und den Deutschen Freddie Heinrich (11, Lunzenau OT Berthelsdorf). Heinrich ging
schließlich als Sieger des ersten Laufes hervor. Dvorak und Zuda mussten sich nach einem
heftigen Duell mit den Rängen sechs und elf geschlagen geben.

Nachdem Zuda zu Boden gegangen war und Dvorak wegen Überholen bei gelb geschwenkter
Flagge eine Zeitstrafe bekam, profitierte Till Benedikt Belczykowski (11, Duisburg) und sicherte
sich den zweiten Platz vor Daan Booij (11, NED). Florian Weiß (11, Schwabmünchen) und Ondrej
Honzak (9, CZE) folgten auf den Positionen vier und fünf.
Der zweite Lauf verlief ähnlich spannend. Schließlich konnte Dvorak sein schnelles Tempo
umsetzen und gewann vor Heinrich und Zuda. Honzak belegte den vierten Platz, gefolgt von
Belczykowski.

Dank seiner soliden Punkteausbeute liegt Heinrich in der Gesamtwertung weiterhin vorn. Mit
180 Punkten hat er einen starken Vorsprung auf Dvorak, der mit 131,5 Zählern den zweiten
Rang belegt. Zuda liegt zur Saisonhalbzeit mit 112 Punkten auf dem dritten Rang.

Freddie Heinrich (1./2., 11 Jahre, Lunzenau OT Berthelsdorf):

„Das Freie Training lief für mich schon sehr gut. Wir sind relativ gute Rundenzeiten gefahren, die
schon nah an die Bestmarken herankamen. Im ersten Qualifying fuhr ich die erste Bestzeit,
wurde aber später bis auf Position vier zurückgereicht. Im zweiten Zeittraining sah es zunächst
nicht viel besser aus, aber am Ende habe ich noch einmal alles gegeben und konnte noch auf
den dritten Rang nach vorne fahren. Beim Start zum ersten Rennen lag ich zunächst auf dem
zweiten Rang. Dann habe ich versucht an Stepan heranzufahren, der direkt vor mir lag und es
gelang mir schließlich auch. Ich habe ihn etwa zur Rennmitte überholt und konnte dann die
Spitze bis ins Ziel halten. Im zweiten Rennen hatte ich erneut einen guten Start und lag wieder
auf der zweiten Position. Tomas drängte sich jedoch eng an mir vorbei und ich musste bremsen,
um nicht von der Strecke abzukommen. Danach beschloss ich, dass der zweite Platz auch gut
ist und ich die Punkte mitnehme und kein weiteres Risiko eingehen musste. Ich ging also auf
Nummer Sicher. Mit meinem Rennwochenende bin ich insgesamt sehr zufrieden.“

ADAC Mini Bike Cup Einsteiger-Klasse: Schneider räumt ab

Dustin Schneider (10, Adorf/Vogtland) sicherte sich die Pole Position in der Einsteiger-Klasse
und konnte diese schon zum Start des ersten Rennens in die Führung umwandeln. Der
Zehnjährige gab die Spitze 14 Runden lang nicht ab und siegte schließlich mit 1,584 Sekunden
Vorsprung vor Jonas Kocourek (9, CZE). Lennox Lehmann (10, Dresden) sicherte sich den letzten
Podestplatz. Phillip Kastl (10, Neukirchen) und Tino Hole (13, DEN) komplettierten die Top-Fünf.

Auch das zweite Rennen konnte Schneider knapp für sich entscheiden. Kastl wurde Zweiter,
während Lehmann den letzten Platz auf dem Podium holte. Hole und Justin Hänse (13, Harth-
Pöllnitz) landeten auf den Rängen vier und fünf.

Zur Saisonhalbzeit liegen Schneider und Kocourek punktgleich mit 162 Zählern in der
Gesamtwertung vorn. Kastl folgt mit 156 Punkten auf der dritten Position.

Dustin Schneider (1./1., 10 Jahre, Adorf/Vogtland):

„Wir haben schon am Freitag hier trainiert und das lief richtig gut. Insgesamt hatte ich ein sehr
tolles Wochenende. Ich habe mich im Training nach und nach herangetastet und kam immer
besser zurecht. Schon im Freien Training heute Vormittag konnte ich die schnellste Rundenzeit
fahren und das im Zeittraining wiederholen. Ich mag die Strecke in Oschersleben einfach, weil
man hier richtig schnell fahren und das Motorrad gut umlegen kann. Das liegt mir. Oschersleben
ist einfach meine Strecke. Ich stand also auf der Pole und bin dann immer besonders aufgeregt.
Meine Verfolger waren schon im Training nicht weit weg und mir war bewusst, dass die beiden
Rennen richtig schwer werden würden. Beim Start konnte ich mich aber gleich an die Spitze
setzen, was mir in beiden Läufen gelang. Die anderen lagen aber immer dicht hinter mir und
das ist wirklich aufregend, denn man spürt auch einen gewissen Druck und gibt einfach alles.
Ich konnte das in beiden Rennen durchhalten und gewinnen und bin damit sehr zufrieden. Ich
hoffe, dass es auch so weitergeht.“

Drei spannende Rennen im ADAC Pocket Bike Cup
Im ADAC Pocket Bike Cup sicherte sich Noel Willemsen (10, Mühlheim) nach zwei Zeittrainings
die Spitzenposition vor den drei anstehenden Rennen. Im ersten Lauf setzte sich der
Zehnjährige an die Spitze und siegte nur 0,194 Sekunden vor Parez Sabri (9, Lübbecke), beide
auf BLATA. Marlon Gregur (8, Radebeul) gewann in der Wertung der GRC-Maschinen vor Lucas
Eisenfeld (9, Chemnitz) und Richard Irmscher (7, Ottendorf).
Der zweite Lauf sah das gleiche Ergebnis. Sabri war jedoch noch dichter an den späteren Sieger
Willemsen herangefahren und verlor im Ziel nur noch 0,151 Sekunden. Gregur, Eisenfeld und
Irmscher fuhren in gleicher Reihenfolge über die Ziellinie, was sie auch im dritten Lauf noch
einmal wiederholten, der in gleicher Formation gestartet wurde und anstatt des wetterbedingt
abgesagten Rennens in Wittgenborn ausgetragen wurde. Nachdem Sabri sich in der BLATAWertung
immer weiter an Willemsen herangefahren hatte, gewann er schließlich den dritten
Lauf des Tages vor seinem starken Kontrahenten.

In der Gesamtwertung legen Willemsen und Sabri mit jeweils 170 Punkten an der Spitze der
BLATA-Wertung. Jona Eisenkolb (8, Kassel) belegt mit 105 Puntken den dritten Rang. In der
GRC-Gesamtwertung führt Gregur mit 188 Punkten vor Eisenfeld mit 156 Punkten und Irmscher
mit 131 Zählern.

 

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