Los!

Ein meisterhaftes Wochenende in Oschersleben

Mit erschwerten und unter außergewöhnlichen Umständen konnte das Finalwochenende des ADAC GT Masters Veranstaltungspaket dennoch vom 6. bis 8. November 2020 in der Motorsport Arena Oschersleben erfolgreich durchgeführt werden. So spät im Jahr wie noch nie in der Geschichte des ADAC GT Masters und unter den schärfsten Corona-Schutzbedingungen hatte sogar Petrus ein Einsehen und bescherte den Aktiven ein sonniges und von den Temperaturen durchaus erträgliches November-Wochenende.

Das Saisonfinale in Oschersleben fand als professionelle Sportveranstaltung dieses Jahr komplett ohne Zuschauer, nach einem umfassenden vom ADAC GT Masters entwickelten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept, statt. Grund dafür waren die aktuellen Corona-Bestimmungen des Landes Sachsen-Anhalt. Nichtsdestotrotz kamen alle Liebhaber schneller Autos live vor dem Fernseher bei Sport 1 oder im Livestream von zu Hause aus voll auf ihre Kosten.

Insgesamt reisten an dem Rennwochenende fünf Rennserien in die Magdeburger Börde und in allen Serien sollte die Titelentscheidung erst in Oschersleben fallen. Mit am Start waren die ADAC GT Masters, ADAC TCR Germany, ADAC Formel 4, ADAC GT 4 Germany und der Porsche Carrera Cup Deutschland.

Michael Ammermüller und Christian Engelhart holen Titel im ADAC GT Masters

• Platz vier im Finalrennen reicht Porsche-Piloten zur Meisterschaft
• SSR Performance sichert sich in ihrem Debütjahr den Teamtitel

Mit Rang vier im Sonntagsrennen in Oschersleben krönen sich die Porsche-Piloten Michael Ammermüller (34/Rotthalmünster) und Christian Engelhart (33/Starnberg, beide SSR Performance) erstmals zum Meister im ADAC GT Masters. Den Sieg im Finalrennen holten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Philip Ellis (28/GB) und Raffaele Marciello (25/I, beide Knaus-Team HTP-Winward), die auch von der Pole-Position gestartet waren.

Rang zwei ging an den Audi von Rolf Ineichen (42/CH) und Mirko Bortolotti (30/I, beide Team WRT), Platz drei sicherten sich der neue Vizechampion Robert Renauer (35/Vierkirchen) und Mathieu Jaminet (26/F, beide Precote Herberth Motorsport). Die Vorjahresmeister Patric Niederhauser (29/CH) und Kelvin van der Linde (24/ZA, beide Rutronik Racing), die als Tabellenzweite ins Rennen gegangen waren, schieden bereits bei einer Startkollision aus.

Rennen 1:
1. Michael Ammermüller //Christian Engelhart (DEU) 2. Maro Engel //Luca Stolz (DEU) 3.
Philip Ellis (GBR) //Raffaele Marciello (ITA)
Rennen 2:
1. Philip Ellis (GBR) //Raffaele Marciello (ITA) 2. Mirko Bortolotti (ITA) //Rolf Ineichen (CHE) 3. Mathieu Jaminet (FRA) //Robert Renauer (DEU)

Larry ten Voorde krönt sich in Oschersleben zum Porsche Cup Doppel-Champion

• ten Voorde holt mit letztem Saisonsieg auch die Meisterschaft
• FÖRCH Racing holt Teamtitel im Porsche Carrera Cup Deutschland 2020

Nach dem Gesamtsieg im Porsche Supercup wiederholte Larry ten Voorde dieses Kunststück beim Finalwochenende im Rahmen der ADAC GT Masters im Porsche Carrera Cup Deutschland – ebenfalls wieder vor Dylan Pereira. Beide Meisterschaftskontrahenten zeigten nahezu fehlerfrei, dass sie eine Klasse für sich sind und machten die ersten beiden Plätze in beiden Rennen unter sich aus. Nachdem Pereira die Poleposition für sich entschied, konnte der Luxemburger diese im ersten Rennen in einen Sieg umwandeln. Die finale Meisterschaftsentscheidung sollte also auch hier im allerletzten Saisonrennen fallen. Sowohl Pereira als auch ten Voorde konnten aus eigener Kraft noch Meister werden, indem sie den Sieg erringen. Von Position 2 hinter seinem Konkurrenten gestartet, holte sich der Niederländer ten Voorde den letzten Saisonsieg und konnte sich damit die Krone als neuer Champion des Carrera Cups aufsetzen.

Rennen 1:
1. D. Pereira (LUX) 2. L. ten Voorde (NLD) 3. L. Köhler (DEU)
Rennen 2:
1. L. ten Voorde (NLD) 2. D. Pereira (LUX) 3. L. Köhler (DEU)

Hyundai-Pilot Antti Buri neuer Champion der ADAC TCR Germany

• Finne Buri rettet drei Punkte Vorsprung vor Proczyk und sechs vor Fugel ins Ziel
• HP Racing International holt zum zweiten Mal die Teamwertung

Antti Buri (31, Finnland, Hyundai Team Engstler) hat sich in einem Herzschlagfinale erstmals den Titel in der ADAC TCR Germany gesichert. Der finnische Hyundai i30 N TCR-Pilot wurde im letzten Saisonrennen in Oschersleben Dritter und rettete somit drei Punkte Vorsprung auf Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) und sechs auf Laufsieger Dominik Fugel (23, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR ins Ziel. Buri, der seit der Premierensaison 2016 am Start ist und mehrmals nah dran war, tritt die Nachfolge von Max Hesse (19, Wernau) an, der mit dem Hyundai Team Engstler 2019 den Fahrertitel geholt hatte.

Rennen 1:
1. A. Buri (FIN) 2. T. Monteiro (PRT) 3. D. Fugel (DEU)
Rennen 2:
1. D. Fugel (DEU) 2. H. Proczyk (AUT) 3. A. Buri (FIN)

Schrey und Piana legen mit Sieg am Samstag Grundstein für die GT4-Meisterschaft

• Michael Schrey und Gabriele Piana setzen sich gegen die Konkurrenz durch
• Allied Racing erarbeitet sich mit den letzten Rennen die Teammeisterschaft

Fünf Fahrerteams von den Marken Mercedes-AMG, BMW, Porsche, KTM und McLaren hatten zu Beginn des Finalwochenendes noch Chancen auf die Meisterschaft – allen voran Julien Apothéloz und Luca Trefz auf der „Mini-Mamba“ von HTP Motorsport, die jedoch ihren Vorsprung von 15 Punkten in der Meisterschaft verspielten. Gabriele Piana und Michael Schrey vom Team Hofor Racing by Bonk Motorsport nutzten dagegen die Schwächen der Mitkonkurrenten. Mit ihrem ersten Saisonsieg im Samstagsrennen in Oschersleben und fünf weiteren Podestplätzen auf dem Konto legten sie sich den Grundstein für den Gesamtsieg. Auch eine Zitterpartie und ein sechster Platz im Sonntagsrennen konnten die Kontrahenten nicht mehr ausnutzen, um dem BMW-Duo den Meistertitel zu entreißen.

Rennen 1:
1. G. Piana (ITA) /M. Schrey (DEU) 2. F. Janits (AUT) /R. Kofler (AUT) 3. J. Kasperlik (DEU) /N. Möller-Madsen (DNK)
Rennen 2:
1. J. Kasperlik (DEU) /N. Möller-Madsen (DNK) 2. D. Fetzer (DEU) /J. Sturm (DEU)
3. W. Tregurtha (GBR) /H. Sasse (DEU)

Jonny Edgar neuer Champion in der ADAC Formel 4

• Engländer fängt Jak Crawford im letzten Saisonrennen noch ab
• Erster Saisonsieg für ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Tim Tramnitz

Mit einem überragenden letzten Saisonrennen in Oschersleben hat sich Jonny Edgar (16, England, Van Amersfoort Racing) den Meistertitel in der ADAC Formel 4 gesichert und seinen Teamkollegen Jak Crawford (15, USA) doch noch abgefangen. Red-Bull-Junior Edgar zeigte im letzten Lauf des Jahres vom siebten Startplatz aus eine starke Aufholjagd und sicherte sich mit dem zweiten Platz genügend Punkte für die Meisterschaft. Crawford war nach zwei Siegen in den ersten beiden Läufen in der Magdeburger Börde mit neun Punkten Vorsprung auf Edgar in das finale Rennen gegangen, kam aber vom achten Startplatz aus kaum nach vorne und musste sich am Ende mit dem sechsten Platz begnügen. Damit entschieden nach 21 packenden Saisonrennen gerade einmal zwei Punkte über den Titel in der Highspeedschule des ADAC. Seinen ersten Saisonsieg feierte unterdessen Rookiechampion Tim Tramnitz (15, Hamburg, US Racing).

Rennen 1:
1. Jak Crawford (USA) 2. Joshua Dürksen (DEU) 3. Elias Seppänen (FIN)
Rennen 2:
1. Jak Crawford (USA) 2. Jonny Edgar (ENG) 3. Oliver Bearman (ENG)
Rennen 3:
1. Tim Tramnitz (DEU), 2. Jonny Edgar (ENG), 3. Elias Seppänen (FIN)

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